Ruth Stoltenberg Fotografie
Im Februar 2023 lösten beispiellose Regenfälle an der brasilianischen Atlantikküste verheerende Schlammlawinen aus, die 65 Menschen das Leben kosteten. Als Fotografin in einer Künstlerresidenz erlebte ich die Katastrophe und die darauffolgenden Wochen im Krisengebiet unmittelbar mit. Die Allgegenwart des rotbraunen Schlamms und die immense Zerstörung führten mir die menschliche Verletzlichkeit gegenüber der Natur deutlich vor Augen – und die dringende Notwendigkeit, dem Klimawandel mit mehr Respekt und Handeln zu begegnen.
Aus diesem Gefühl der tiefen Verbundenheit entstand eine künstlerische Zusammenarbeit mit der Brasilianerin Priscila Gurski und den Bewohnern von Boiçucanga. Ich fotografierte die Menschen vor Ort in Gewändern aus lokalen Naturmaterialien, um sie visuell mit der üppigen Biodiversität des atlantischen Regenwaldes verschmelzen zu lassen. Die Porträts zeigen den Menschen als untrennbaren Teil der Natur und mahnen zu einem schützenden Umgang mit unserer Umwelt.
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